WISP Festival

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Wir waren vergangenes Wochenende eher zufällig beim Wisp Festival for Arts, Technology & Communication. Ich habe erst gar nicht gewusst was mich erwartet und wurde überrascht: Eine ziemlich große Bandbreite ziemlich interessanter Ideen und Installationen, die in virtuellen Welten statt fanden, oder mittels Sensoren einen sonst wie gearteten Bezug zur digitalen Welt hatten. Gebaut wurde alles rund um einen Vortrag des Psychoanalytikers Arno Gruen dessen Kern der Verlust der Empathie des Menschen ist.

Gruen befasste sich vor allem mit psychologischen Ursachen für Gewalt und Fremdenhass sowie Voraussetzungen für Autoritätsglaube und Demokratie – das passt ja mal wieder 1a ins Zeitgeschehen.

Inhaltliche Leitlinie war dabei Gruens Eassy über „Das Fremde in uns“. Ich habe das Buch bisher nicht gelesen zitiere aber gerne aus der Beschreibung:

„Der Fremde in uns, das ist der uns eigene Teil, der uns abhanden kam und den wir zeit unseres Lebens, jeder auf seine Weise, wiederzufinden versuchen. Manche tun dies, indem sie mit sich selbst ringen, andere, indem sie andere Lebewesen zerstören. […] Ziel ist es, dazu beizutragen, die zerstörerischen Anteile wie panische Angst, rastlose Leidenschaft, blinden Haß, besonders den Haß auf Fremde, zurückzudrängen, bevor sie übermächtig werden. Gruen macht Mut, den eigenen unbekannten Kontinent der Gefühle zu erforschen. Es gilt Einsichten zu gewinnen, die das eigene mitmenschliche Handeln leiten. Das Buch ermutigt, sich dafür täglich – privat und öffentlich – zu engagieren.“ (Klett-Cotta)

Das Ganze ist jetzt vorbei, weshalb der Beitrag hier eigentlich nicht so richtig Sinn hat. Das Wirken von Arno Gruen erschien mir aber auch darüber hinaus empfehlenswert zu sein. Weitere Informationen über Arno Gruen gibt es im Internet zuhauf, daher sei hier nur kurz auf das Porträt bei ZEIT Online hingewiesen. Und da das Festival von nun an jährlich statt finden soll sehe ich das als Empfehlung und Erinnerung (an mich) fürs nächste Jahr. Das war wirklich ziemlich beeindruckend!

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