radioooooooooooooooooo.com

Ich kämpfe ja in regelmäßigen Abständen mit mir selbst: Hinsichtlich der Frage, ob ich langsam mal die obligatorischen zehn Euro fürs Musikstreaming locker machen sollte oder nicht. Viele Leute in meinem Umfeld hören und entdecken mittlerweile Musik über Spotify und Deezer. Ich komme darauf aber nachwievor nicht so richtig klar und besitze lieber eine Platte, CD oder Datei auf meiner Festplatte, als 10€ im Monat fürs „leihen“ auszugeben. Ich kann auf Netflix verzichten, wenn das Internet wieder doof ist, aber auf die komplette Musikbibliothek, von der ich mir – natürlich absolut zufällig – genau die falschen Playlists aufs Handy runter gelanden habe? Nope.

Vor kurzem kam dann dieses radiooooo ums Eck und brachte mich von diesem Gedanken wieder ab – obwohl das Eine mit dem Anderen nicht viel zu tun hat. radiooooo.com funktioniert im Prinzip wie archive.org. Ich wähle auf einer Weltkarte eine Region und eine Zeit zwischen 1900 und Now aus und höre direkt los. Weil ein Freund gerade in Tunesien weilt, probierten wir das letztens mit Musik aus Tunesien – funktioniert wunderbar. Schön schlicht ohne den ganzen Algorithmenkram. Jeder Nutzer kann Titel hochladen und ein Team bei radiooooo sorgt dann fürs kuratieren. Ich entdecke dort seit Monaten haufenweise neue Musik und genieße es so sehr, dass ich nicht mal mehr darüber nachdenke mir irgendwo einen Premium Account zu holen. Ein tolles Gefühl!

Martin Kohlstedt

Ich kenne Martin Kohlstedt jetzt schon eine ganze Weile. Und ich begleite sein musikalisches Schaffen als Solo-Künstler seit seinem ersten Album. Ich habe ihn in den vergangenen Jahren bestimmt fünf Mal auf einer Bühne gesehen und hatte eigentlich jedes Mal dieses eine Gefühl, dass ich nur von ihm kenne. Und ich habe mich auch schon häufig mit ihm über das unterhalten, was er da macht. Und wollte jedes Mal nicht so ganz verstehen, was er genau meint, wenn er über seine Musik spricht. Da passiert ganz viel zwischen den Tönen und Zeilen, dass sich einem eben nicht auf Anhieb erschließt. Sowohl bei einem seiner Konzerte, als auch bei einem Gespräch mit ihm. Dank Patrick Richter gibt es jetzt aber eine Art Zugang. Klar: Ganz ran kommt man da immer noch nicht, aber ein gehöriges Stück näher. Und es stellt sich beim Gucken dieser Kurzdoku auch ein kleines bisschen dieses Gefühl der Intimität ein, dass ich sonst bei seinen Konzerten habe.

HANT #10 Release

Meine lieben Freunde vom HANT – Magazin für Fotografie feiern heute ihr 5-jähriges Jubiläum mit der Release der 10. Ausgabe des Heftes. Ich bin mehr als erfreut (geht das überhaupt), zu diesem besonderen Anlass anwesend zu sein. Und zwar nicht nur als Gast, sondern auch als Teil des musikalischen Unterhaltungsprogramms als von – an der Seite von Disco Bernd 5000, Luné und Hagen Kleemann. Für mich auch noch einmal mehr besonders, weil ich damit heute zum ersten Mal in die Frau Korte komme und einen weiteren, mir bis dato unbekannten, Baustein der Erfurter Clubkultur zu sehen bekomme. Bisher habe ich es noch nicht geschafft, in den neuen Club im Erfurter Nordbahnhof zu gehen. Ich bin gespannt.

HANT #10 Releasparty
Frau Korte, Magdeburger Allee 179, 99086 Erfurt
ab 22 Uhr (versteht sich bei der 10. Ausgabe von selbst)

Trettmann im NMR

Ich habe eigentlich für all die Künstler, die derzeit mit Autotune oder dergleichen ihre Stimmen verfremden, verschwindend wenig bis gar nichts übrig. Seit ich jetzt das Webexclusive von Trettmann für das Neo Magazin Royale gesehen habe, vermute ich, dass es an den häufig belanglosen Texten liegt. Trettmann macht das anders und besser – finde ich. Und auch die Inszenierung, die dort im Fernsehstudio gezaubert wird, macht was her.

SIND – Alpina Weiss

Liebes Internet, wenn ihr es tatsächlich hinbekommen haben solltet, diese Website auf eurem Smartphone angesteuert zu haben, dann herzlichen Glückwunsch. Denn so macht das Anschauen von dem Video zu „Alpina Weiss“ 1000 Mal mehr Spaß. Wenn ihr im Browser unterwegs seid, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt wenigstens kurz das Medium zu wechseln.

PS: Die Schreibweise „Alpina Weiss“ ist glaube ich im Deutschen ganz verkehrt. Aber das soll mal nicht weiter stören.