Aus Gründen

 

Auf der Straße Knüppel und Blut
Bei Mami bieder und lieb
Stark nur in der Meute
Eng im Weltbild, hart im Schritt

Geilen sich auf, an den Gehetzten
Wollen die Angst im Auge sehn
Hart rasiert, auf harten Sohlen
Brutal im Austeilen, feige im Nehmen

Hart im Hirn, weich in der Birne
Ohne Halt, einfältig und klein
Auf der Suche nach einem Führer
Es ist hart, allein beschränkt zu sein

Egal, ob Mensch im Rollstuhl
Asylant, Obdachloser im Park
Alle Mann auf einen
Hauptsache, wehrlos und schwach

Stellen sich den Kampfhund zur Seite
Werten sich auf mit seinem Zahn
Verstecken krampfhaft ihre Panik
Rassischer Verfolgungswahn

Hart im Hirn, weich in der Birne
Ohne Halt, einfältig und klein
Auf der Suche nach einem Führer
Es ist hart, allein und beschränkt zu sein

Hämmern sich Parolen in die Schädel
Fest die Ordnung, hart die Zucht
Kernige Männerkameradschaft
Vor sich selber auf der Flucht

Hart im Hirn, weich in der Birne
Ohne Halt, einfältig und klein
Auf der Suche nach einem Führer
Es ist hart, allein und beschränkt zu sein

Angeschoben als Kampfmaschine
Der Mob zeigt schamlos seine Lust
Im Hintergrund die Schreibtischriege
Werden sie als Schlamm in Schlacht benutzt

Hart im Hirn, weich in der Birne
Ohne Halt, einfältig und klein
Auf der Suche nach einem Führer
Es ist hart, allein und beschränkt zu sein

Hart im Hirn, weich in der Birne
Ohne Halt, einfältig und klein
Auf der Suche nach einem Führer
Es ist hart, allein und beschränkt zu sein

WM-Content

Ich habe bisher aber auf den richtigen Content gewartet. Dank der Sendung mit der Maus hat mein Warten jetzt ein Ende: Sehr eingängige Melodie, unnachahmliche Reime und ein einzigartiger Auftritt meines Lieblingsfußballredakteurs Arnd Zeigler als Pfosten.

Erobique im Horst Krzbrg

Das Parties auf denen Erobique spielt zu den besten des Landes zählen ist nach meiner ungefragten Expertenmeinung unbestritten. Ich glaube auch, dass ich schon lange nicht mehr so viel Spaß bei der Arbeit hatte, wie mit diesem Mitschnitt aus dem Horst Krzbrg. (Das es ja leider nicht mehr gibt.) Ich empfehle das allerwärmstens!

DJ Koze at Kassablanca

Letzten Freitag ist das neue Album von Herrn Kozalla auf den Markt gekommen, dazu will ich dann aber gern an anderer Stelle mal etwas formulieren. Jetzt will ich euch lieber den Spaß weitergeben, denn er vor 16 Jahren in Jena fabriziert hat. (Wie groß der Spaß war lässt sich, Gott sei Dank, immer noch im Szenemag nachlesen.) Unser Dank gilt dem anonymen Uploader!

Jincheng Zhang

Das ist schon lustig: ein Chinese, von dem niemand etwas vorher gehört hat, veröffentlicht auf sämtlichen Streaming-Plattformen dieses Planeten innerhalb kürzester Zeit 95 Alben. Seine auf YouTube hochgeladenen Videos lassen vermuten, dass die Alben folgendermaßen entstanden sind: Er setzt sich vor die Kamera, klimpert auf dem Klavier rum, oder spielt einen Beat ein und brabbelt/summt/singt irgendetwas unverständliches hin. Tonspur extrahieren und fertig ist der Song. So ungefähr sehen ja auch die Albumcover aus. Sehr vielmehr als die Videos und die Alben auf den Plattformen hat Jincheng Zhang bisher aber noch nicht preis gegeben.

Dass die Qualität dieser Veröffentlichungen eher für den Mülleimer, als für die Gehörgänge ist, ist relativ eindeutig. Das amüsante daran ist vielmehr, dass hier jemand auf eine etwas andere Art (ungewollte) Kritik übt: Er veröffentlicht mit geringstem Aufwand auf allen Plattformen und generiert so Klicks und womöglich auch noch Verkaufszahlen. Allein weil er jeden sich bietenden Kanal nutzt stellt er in meinen Augen damit auch die modernen Verbreitungskanäle von Musik in Frage. Immerhin spült der Spotify-Algorithmus ihn mittlerweile bei einigen Nutzern in die automatisierten Playlists, was ihn in einer gewissen Art und Weise als Musiker legitimiert.

Auf eine Anfrage hat er zwar mittlerweile reagiert, aber hat die Welt nur wissen lassen, dass er derzeit zu beschäftigt sei, um weitere Antworten zu geben.