Riotvan Einkaufstour

Ich war mal wieder einkaufen. Nach einer etwas längeren Pause.

Fündig geworden bin ich zuerst bei Riotvan, wo ich mir die Imaginary Solutions von Thomalla gekauft habe. Kann aber auch in Impulskauf gewesen sein, weiß ich nicht so genau. Pataphysics hat es mir wegen seinem entspannten Sound und den scharfen Synthies angetan. Ich mag das auch bei anderen Tracks von ihm – zum Beispiel den Full Beard Mix von Hermitage (ebenfalls auf der Platte), Nachkik oder Tidal, die ich mir irgendwann wie im Wahn kaufen musste. Im Falle der letzten beiden habe ich das aber nie bereut und bin daher recht zuversichtlich.

Platte Nummer zwei ist die Neue von Lake People alter Ego Llewellyn. Dessen Musik gefiel mir schon immer sehr gut und The Other Side Of You schlägt genau in diese Kerbe. The Long Run und der namengebende Titel Tee Other Side of You erinnern ein bisschen an den Sound von Lauer, wohingegen Again & Again fast konträr im House angesiedelt ist – das ist zumindest der Eindruck den die Snippets erwecken. Mit dem langen break in der vermuteten Mitte ist das eine recht angenehme Atempause. Schönes Piano auch! Mal sehen was die Platte offenbart wenn sie am 08.September raus kommt. Ich freu mich auf neues Material.

The Mamas & Papas – Story

r-4472726-1365874537-1231

Ihr kennt wahrscheinlich die Plattenstöberstunden in diesen alten vollgestellten Plattenläden. Man findet dort meistens Platten, von denen man nicht wusste, dass man sie haben möchte. Heute lief mir beim fröhlichen Blättern diese schöne Platte über den Weg. The Mama & Papas sind dank fleißiger Eltern zum Glück auch Teil meiner Kindheit gewesen. Und so finden sie dann ihren Weg in den Plattenschrank des Juniors. Und ich kann, wie früher, wieder singend durch die Wohnung laufen.

it’s our Podcast №15

170102_podcast_boboakrasia

Birk, alias Bobo Akrasia, kenne ich noch von ganz früher, als wir noch einen oder zwei Köpfe kleiner waren. Dann sahen wir uns vielleicht zehn Jahre nicht. Und plötzlich stand er vollkommen überraschend nach einem Seminar wieder vor mir. Seitdem ist er ein fester Teil unserer Verbindung nach Halle. Wir fuhren zum Auflegen und feiern rüber, er kam zu uns aufs Festival. Und immer waren das, auch dank vieler Freunde, die es mittlerweile dorthin gezogen hat, echt richtig nette Tage und Abende. Die Verewigung in unserer kleinen Sammlung war da eigentlich nur eine Frage der Zeit.

Also schenken wir euch heute einen schönen Mix voller kleiner Perlen, die zu hören, sehr viel Spaß macht. Tut euch einfach den Gefallen und genießt einen kleinen Querschnitt aus Birks Sammlung. Auf ein gutes Jahr 2017.

WISP Festival

14714856_10210678261572272_8741670378204986736_o

Wir waren vergangenes Wochenende eher zufällig beim Wisp Festival for Arts, Technology & Communication. Ich habe erst gar nicht gewusst was mich erwartet und wurde überrascht: Eine ziemlich große Bandbreite ziemlich interessanter Ideen und Installationen, die in virtuellen Welten statt fanden, oder mittels Sensoren einen sonst wie gearteten Bezug zur digitalen Welt hatten. Gebaut wurde alles rund um einen Vortrag des Psychoanalytikers Arno Gruen dessen Kern der Verlust der Empathie des Menschen ist.

Gruen befasste sich vor allem mit psychologischen Ursachen für Gewalt und Fremdenhass sowie Voraussetzungen für Autoritätsglaube und Demokratie – das passt ja mal wieder 1a ins Zeitgeschehen.

Inhaltliche Leitlinie war dabei Gruens Eassy über „Das Fremde in uns“. Ich habe das Buch bisher nicht gelesen zitiere aber gerne aus der Beschreibung:

„Der Fremde in uns, das ist der uns eigene Teil, der uns abhanden kam und den wir zeit unseres Lebens, jeder auf seine Weise, wiederzufinden versuchen. Manche tun dies, indem sie mit sich selbst ringen, andere, indem sie andere Lebewesen zerstören. […] Ziel ist es, dazu beizutragen, die zerstörerischen Anteile wie panische Angst, rastlose Leidenschaft, blinden Haß, besonders den Haß auf Fremde, zurückzudrängen, bevor sie übermächtig werden. Gruen macht Mut, den eigenen unbekannten Kontinent der Gefühle zu erforschen. Es gilt Einsichten zu gewinnen, die das eigene mitmenschliche Handeln leiten. Das Buch ermutigt, sich dafür täglich – privat und öffentlich – zu engagieren.“ (Klett-Cotta)

Das Ganze ist jetzt vorbei, weshalb der Beitrag hier eigentlich nicht so richtig Sinn hat. Das Wirken von Arno Gruen erschien mir aber auch darüber hinaus empfehlenswert zu sein. Weitere Informationen über Arno Gruen gibt es im Internet zuhauf, daher sei hier nur kurz auf das Porträt bei ZEIT Online hingewiesen. Und da das Festival von nun an jährlich statt finden soll sehe ich das als Empfehlung und Erinnerung (an mich) fürs nächste Jahr. Das war wirklich ziemlich beeindruckend!