The Mamas & Papas – Story

r-4472726-1365874537-1231

Ihr kennt wahrscheinlich die Plattenstöberstunden in diesen alten vollgestellten Plattenläden. Man findet dort meistens Platten, von denen man nicht wusste, dass man sie haben möchte. Heute lief mir beim fröhlichen Blättern diese schöne Platte über den Weg. The Mama & Papas sind dank fleißiger Eltern zum Glück auch Teil meiner Kindheit gewesen. Und so finden sie dann ihren Weg in den Plattenschrank des Juniors. Und ich kann, wie früher, wieder singend durch die Wohnung laufen.

it’s our Podcast №15

170102_podcast_boboakrasia

Birk, alias Bobo Akrasia, kenne ich noch von ganz früher, als wir noch einen oder zwei Köpfe kleiner waren. Dann sahen wir uns vielleicht zehn Jahre nicht. Und plötzlich stand er vollkommen überraschend nach einem Seminar wieder vor mir. Seitdem ist er ein fester Teil unserer Verbindung nach Halle. Wir fuhren zum Auflegen und feiern rüber, er kam zu uns aufs Festival. Und immer waren das, auch dank vieler Freunde, die es mittlerweile dorthin gezogen hat, echt richtig nette Tage und Abende. Die Verewigung in unserer kleinen Sammlung war da eigentlich nur eine Frage der Zeit.

Also schenken wir euch heute einen schönen Mix voller kleiner Perlen, die zu hören, sehr viel Spaß macht. Tut euch einfach den Gefallen und genießt einen kleinen Querschnitt aus Birks Sammlung. Auf ein gutes Jahr 2017.

WISP Festival

14714856_10210678261572272_8741670378204986736_o

Wir waren vergangenes Wochenende eher zufällig beim Wisp Festival for Arts, Technology & Communication. Ich habe erst gar nicht gewusst was mich erwartet und wurde überrascht: Eine ziemlich große Bandbreite ziemlich interessanter Ideen und Installationen, die in virtuellen Welten statt fanden, oder mittels Sensoren einen sonst wie gearteten Bezug zur digitalen Welt hatten. Gebaut wurde alles rund um einen Vortrag des Psychoanalytikers Arno Gruen dessen Kern der Verlust der Empathie des Menschen ist.

Gruen befasste sich vor allem mit psychologischen Ursachen für Gewalt und Fremdenhass sowie Voraussetzungen für Autoritätsglaube und Demokratie – das passt ja mal wieder 1a ins Zeitgeschehen.

Inhaltliche Leitlinie war dabei Gruens Eassy über „Das Fremde in uns“. Ich habe das Buch bisher nicht gelesen zitiere aber gerne aus der Beschreibung:

„Der Fremde in uns, das ist der uns eigene Teil, der uns abhanden kam und den wir zeit unseres Lebens, jeder auf seine Weise, wiederzufinden versuchen. Manche tun dies, indem sie mit sich selbst ringen, andere, indem sie andere Lebewesen zerstören. […] Ziel ist es, dazu beizutragen, die zerstörerischen Anteile wie panische Angst, rastlose Leidenschaft, blinden Haß, besonders den Haß auf Fremde, zurückzudrängen, bevor sie übermächtig werden. Gruen macht Mut, den eigenen unbekannten Kontinent der Gefühle zu erforschen. Es gilt Einsichten zu gewinnen, die das eigene mitmenschliche Handeln leiten. Das Buch ermutigt, sich dafür täglich – privat und öffentlich – zu engagieren.“ (Klett-Cotta)

Das Ganze ist jetzt vorbei, weshalb der Beitrag hier eigentlich nicht so richtig Sinn hat. Das Wirken von Arno Gruen erschien mir aber auch darüber hinaus empfehlenswert zu sein. Weitere Informationen über Arno Gruen gibt es im Internet zuhauf, daher sei hier nur kurz auf das Porträt bei ZEIT Online hingewiesen. Und da das Festival von nun an jährlich statt finden soll sehe ich das als Empfehlung und Erinnerung (an mich) fürs nächste Jahr. Das war wirklich ziemlich beeindruckend!

No more extra Gebühr
aufs Online Ticket

Mal ein Service für alle Onlineticketkäufer: Das Landgericht Bremen hat im September entschieden, dass auf Tickets zum selber ausdrucken keine Gebühren mehr erhoben werden dürfen. Das ist recht interessant, weil die Beklagte CTS EVENTIM AG in den letzten Jahren für 80 bis 90% aller verkauften Tickets in Deutschland verantwortlich gewesen ist und trotzdem die Ellenbogen ausgefahren hat. Offenbar versucht man dort den Markt mehr oder weniger nach Belieben zu formen. Und das Kartellamt ermittelt. Wegen Missbrauch ihrer Marktmacht. Aber mehr dazu hier.

Das ist aber auch interessant, weil das, sollte das Urteil einmal rechtskräftig sein, natürlich auch kleinere Händler – zum Beispiel TixforGigs oder Culton Tickets – betreffen würde.

Grundsätzlich ist das aber irgendwie logisch: Dem Händler entstehen durch ein Online Ticket keine zusätzlichen Kosten, also dürfen auch keine Zuschläge erhoben werden. Um eine Firma wie Eventim, die mittlerweile nicht mehr nur Tickets verkauft, sondern von der Location über die Veranstaltung bis hin zum Verkauf der Tickets einfach alles selber machen möchte mache ich mir da keine Sorgen. Man denke nur an den Fauxpas den sich Eventim mit seiner Gebührenpolitik 2015 geleistet hat. Aber ob die schon oben ins Feld geführten anderen Verkäufer das gut finden und wie sie darauf reagieren, würde mich ernsthaft interessieren.