Riotvan Einkaufstour

Ich war mal wieder einkaufen. Nach einer etwas längeren Pause.

Fündig geworden bin ich zuerst bei Riotvan, wo ich mir die Imaginary Solutions von Thomalla gekauft habe. Kann aber auch in Impulskauf gewesen sein, weiß ich nicht so genau. Pataphysics hat es mir wegen seinem entspannten Sound und den scharfen Synthies angetan. Ich mag das auch bei anderen Tracks von ihm – zum Beispiel den Full Beard Mix von Hermitage (ebenfalls auf der Platte), Nachkik oder Tidal, die ich mir irgendwann wie im Wahn kaufen musste. Im Falle der letzten beiden habe ich das aber nie bereut und bin daher recht zuversichtlich.

Platte Nummer zwei ist die Neue von Lake People alter Ego Llewellyn. Dessen Musik gefiel mir schon immer sehr gut und The Other Side Of You schlägt genau in diese Kerbe. The Long Run und der namengebende Titel Tee Other Side of You erinnern ein bisschen an den Sound von Lauer, wohingegen Again & Again fast konträr im House angesiedelt ist – das ist zumindest der Eindruck den die Snippets erwecken. Mit dem langen break in der vermuteten Mitte ist das eine recht angenehme Atempause. Schönes Piano auch! Mal sehen was die Platte offenbart wenn sie am 08.September raus kommt. Ich freu mich auf neues Material.

Dissythekid – Fynn

Ich muss gestehen: Ich habe Dissy, seitdem ich ihn kenne, unterschätzt. Damals in seinem Filmgeschmack – damals wollte ich ihm nicht glauben, dass The Fall einer der besten Filme ist, die man sich anschauen kann – heute wohl eher in seinem musikalischen Schaffen. Jetzt muss ich aber den Hut ziehen. Denn sowohl seine neue Fynn EP, als auch das für die EP entstandene große Kino selbst ist großes Kino. Musikalisch kommen da ganz viele Einflüsse zusammen: da hört man ein bisschen vom alten Clueso und hier schwingt ein bisschen Marsimoto mit. Über allem schwebt das große Experiment, etwas anders zu machen, als gewöhnlich. Wahrscheinlich fiel es mir deswegen auch etwas schwer, mich mit Pestizid anzufreunden; Fynn ist da ein bisschen zugänglicher.

Der Experimentierfreudigkeit steht der Kurzfilm zur EP aber in nichts nach. In den 11 Minuten wird eine ganze Bandbreite an Bildern aufgemacht, die sich mit der Musik verweben. Was sonst also immer nur für einzelne Auskopplungen passiert, macht Dissythekid einfach für seine ganze EP und stellt uns sozusagen einen visuellen roten Faden zur Musik zur Verfügung. Besser spät als nie, spreche ich euch hiermit also meine Hör- und Sehempfehlung aus.

it’s our Podcast №16

Fast ein halbes Jahr ist es schon wieder her, dass wir euch unseren letzten Podcast präsentieren konnten. Jetzt haben wir endlich wieder eine neue Ausgabe für euch. Und dann auch noch eine doppelte Premiere: der erste in der Reihe (zumindest seitdem wir angefangen haben zu zählen), der von uns selbst aufgenommen wurde – und das erste Set von mir, Jonas, das je veröffentlicht wurde. Dass das so lange gedauert hat, ist mir selbst ein Rätsel. Dass es jetzt ausgerechnet dieses Set geworden ist, umso bemerkenswerter: normalerweise liegt mein Fokus auf etwas beschwingterer Musik.

Trotzdem und gerade deswegen viel Spaß beim Hören.